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Liebe Freunde der Caritas im Ruhrbistum,
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wenn sie diese Zeilen lesen, werden die schlimmsten Bilder, wird die größte Not schon vorbei sein auf Haiti oder im Norden
von Albanien oder auf Madeira oder, oder &hellip
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Ohne Zweifel hat das Erdbeben in der Karibik die Ausmaße des Tsunami in Südostasien von 2005, was die riesige Zahl der Todesopfer
angeht. Nur ist auf Haiti alles schlimmer, weil inselweit die eh schon kaum vorhandene Infrastruktur völlig zusammen brach.
Für Haiti stellte sich eine kaum zu beschreibende internationale Welle der Hilfsbereitschaft ein, die USA und die EU überboten
sich mit Finanzzusagen. Das schlechte Weltgewissen, das das Armenhaus auf der Sonneninsel Hispaniola bis in den Januar 2010
hinein komplett verdrängt hatte, schlug gar kräftig.
Hilfe muss weiterhin her, viel Hilfe, das ist klar bei dieser apokalyptischen Situation. Die Caritas im Ruhbistum hilft ganz
konkret an zwei Stellen- einem kleinen Gesundheitszentrum am Rand von Port- au- Prince und einer Schule der Salesianer Don
Boscos, die seit vielen Jahren in Haiti tätig sind. Dieser Erziehungsorden hat schwere Schäden zu verzeichnen: Knapp 500 Schüler
sind in einer eingestürzten Schule der Patres in Port- au- Prince ums Leben gekommen. Wir wollen, dass diese Schule wieder
aufgebaut wird. Näheres dazu lesen Sie in einigen Wochen an dieser Stelle.
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Aber es gibt auch die "vergessenen Katastrophen". In unserem konkreten Fall zeitgleich mit Haiti ein Hochwasser in Nord- Albanien,
mit rund 100.000 Obdachlosen. Ein Medienaufruf blieb folgenlos, wurde fast nirgendwo veröffentlicht. Die Macht der Bilder
aus Haiti haben letztendlich entschieden, ob es viel oder wenig Hilfe gibt. Aus Albanien gab es keine bewegten Bilder, also
laufen auch kaum Spenden ein. Das ist ein alltäglicher Konflikt im "Geschäft" der Caritas, an den ich mich aber auch nach
30 Jahren Tätigkeit noch nicht gewöhnen will.
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Bewegte Zeiten, in denen die haarsträubende Klüngelei im Kölner U- Bahn- Bau in diesem globalen Katastrophen-Zusammenhang
nur eine Randnotiz ist.
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Ihnen alles Gute!
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Ihr Rudi Löffelsend Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
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